Follikel


Der Haarschaft liegt in einer länglichen Einstülpung der Oberhaut, dem Haarfollikel oder Haarbalg, am unteren Ende in der Haarwurzel wird das Haar gebildet. In den Follikeln münden Talgdrüsen, Schweissdrüsen wie auch Duftdrüsen. Die Haare können oft Einwachsen und bilden manchmal Eiter-Pusteln, weil das Talgdrüsensekret nicht rausfliessen kann. 

Am äußeren Rand setzt, außer bei Primärhaaren (Deck- und Fellhaare), der kleine Haaraufrichtemuskel (Musculus arector pili , auch Haarbalgmuskel) an. Er besteht aus glatter Muskulatur, entspringt von der oberflächlichen Schicht der Lederhaut und setzt unterhalb der Talgdrüse am Haar an. Der Musculus arector pili richtet das Haar bei psychischen Einflüssen wie Erregung und Wut ("es stehen die Haare zu Berge", "das Fell sträubt sich") auf. Die Innervation erfolgt unwillkürlich durch sympathische Nervenfasern. Auch bei Kälte richten sich die Haare durch diesen Muskel auf. Beim Menschen nennt man die durch das Aufrichten der Haare entstehende Hautstruktur auch Gänsehaut. Der Sinn dieser Aufrichtung der Haare besteht in einem vermehrten Einschluss von Luft, die die Isolation gegen Kälte erhöht. Beim Menschen hat dieser Mechanismus allerdings aufgrund der geringen Haardichte kaum einen Effekt. Schließlich umwickeln einige Nervenfasern den Follikel und erfüllen als Haarfollikelrezeptoren Tastfunktionen.





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    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 06.05.2009